Kreistanz GANZ FRAU SEIN
GANZ FRAU SEIN - Weibliche Spiritualität im Spiegel der Schöpfung
Viele Frauen sehnen sich danach, tiefer mit ihrer Weiblichkeit in Kontakt zu kommen.
Zumindest hier im Westen dürfen wir uns von den alten Rollen des Opfers und der Kämpferin verabschieden und neuen Möglichkeiten Raum geben.
Darüber herrscht in dieser sich stark verändernden Welt naturgemäß eine große Unsicherheit. Die patriarchisch geprägten Strukturen, in denen wir groß wurden, lösen sich auf. Neben Versuchen, das Alte aufrechtzuerhalten, können nun neue Formen des Zusammenlebens auf dieser Erde entstehen.
Wie kann ich als Frau zu diesem Prozess beitragen?
Wo kann ich hier meinen Platz finden?
Was möchte ich in die Welt bringen?
Spiritualität bedeutet u.a. sich in Verbindung mit dem wichtigsten und innigsten Anliegen zu bringen, seine Bedeutung im großen Netz der Schöpfung zu erkennen – und das ganz praktisch auch im täglichen Leben, in Familie, Beruf und Beziehungen zum Ausdruck zu bringen.
Basierend auf dem Jahreskreis, dem jahreszeitlichen Ablauf der Lebensprozesse möchte GANZ FRAU SEIN klärend und ermutigend den individuellen Weg fördern und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken. Das „Wir“ des Frauenkreises ist der Ort, wo jede mit ihrer ganzen Geschichte willkommen ist, an die gemeinsame weibliche Energie anknüpfen und ihre weibliche Batterie aufladen kann. Aus diesem Energiefeld heraus entstehen Impulse für ein stärkeres weibliches Selbstverständnis und Selbstbewusstsein im Außen – kurz: für eine weiblichere Welt.
Eines der spannendsten Themen in diesem Prozess ist die Entwicklung einer Balance der weiblichen und männlichen Anteile. Die gesamte Schöpfung gründet in dem fein abgestimmten Rhythmus der Bewegung zwischen den Polaritäten. Damit das Weibliche mit seinen wunderbaren (und in dieser von Krisen und Angst geschüttelten Welt dringend benötigten) Qualitäten von Liebe, Hingabe, Fürsorge und Beziehungsfähigkeit erscheinen kann, braucht es Halt, Struktur und Zielgerichtetheit der männlichen Energie.
Wir sind so oft hin- und hergerissen …
„Ich fühle mich schwach und ausgeliefert.“
„Bin ich oft zu hart?“
„Gebe ich zu schnell nach?“
„Ich kann so schlecht Nein sagen.“
GANZ FRAU SEIN ist eine Einladung zum Ganzwerden.
Schließen wir den Kreis und machen uns gemeinsam auf den Weg.
Das Angebot umfasst Methoden, die Körper, Geist und Seele ganzheitlich berühren:
Körper- und Atemarbeit, Kreistanz, freier Tanz, Reflektion, Gesprächskreis und Meditation.
„Der Weg verläuft im Kreis und in Frieden.
Er ist so gewaltig wie das All, und er ist vollkommen.“
(Meister Taisen Deshimaru)
Die Energie des Kreises
Der Kreis in seiner vollkommenen Form ist Sinnbild der ursprünglichen göttlichen Schöpfung. Durch das Runde und Bewahrende ist er ebenso ein Symbol des Weiblichen: Der magische Kessel von Geburt und Entwicklung, von Tod und Transformation, Schöpfungsort mit der heiligen Mitte, um die sich das menschliche Leben herum bewegt, getragen von der Sehnsucht, sich immer mehr dem göttlichen Eins-Sein anzunähern.
Menschen verbinden sich miteinander zum Kreis, tanzen Hand in Hand, begegnen sich im Hier und Jetzt ohne Worte. Umkreisen eine gemeinsame Mitte, finden einen gemeinsamen Rhythmus. Diese Art zu tanzen gehört zu den ältesten Ausdrucksformen, die menschliche Kultur und Religion hervorgebracht haben.
12000 Jahre alt sind die ältesten Zeugnisse reigentanzender Frauen, Bildnisse in Tonplättchen geritzt, die bei Koblenz gefunden wurden.
Die sich wiederholenden Schrittmuster und Gebärden gleichen getanzten Mantras, in denen die Tanzenden heute die verloren gegangene Kraft der natürlichen Rhythmen und des zyklischen Geschehens der Schöpfung wieder entdecken können. So wird der Energiefluss belebt, der uns mit allem verbindet: Wir weben uns zurück in das Netz des Lebens, bzw. nehmen wahr, dass wir nie getrennt davon waren.
Das Ziehen des Kreises bewirkt die Schaffung eines Raumes für spirituelle Erfahrungen. Die getanzten Energien sammeln sich im Innenraum des Kreises und sind für alle direkt spürbar.
Es fühlt sich eben ganz anders an, ob das Thema eines Tanzes Feuer oder Wasser ist, Freude oder Trauer, den Kontakt zur Erde vertiefen möchte oder zur feinstofflichen Welt. Die Erfahrung, wie unterschiedlich die gleiche Bewegungsfolge von den Tanzenden empfunden und interpretiert wird, ist ein Geschenk für alle, die wir die Besonderheit einer/s jeden im großen „Wir“ des Kreises erkennen dürfen: Jede/r ist einzigartig und doch ein Teil des Ganzen und trägt auf eigene Weise zum Ganzen bei.
Auf der körperlichen Ebene stellt sich eine angenehme Entspannung ein, der Atem fließt leichter, der Geist wird freier und das Herz öffnet sich wie von selbst.
Tanzen folgt hier keiner komplizierten oder gar leistungsorientierten Form. Im spirituellen Kontext ist Tanz gemeint im Sinne des afrikanischen Sprichwortes: Wer gehen kann, kann auch tanzen. Wesentlich ist nur die Achtsamkeit und Präsenz, die ich meiner Bewegung entgegenbringe. So kann auch die tieferliegende Bedeutung dieser oder jener Schrittkombination erfühlt und erforscht werden.

Ein Vorwärtsschreiten, ein Innehalten, ein Rückschritt. Schon diese Bezeichnungen in ihrer ganz normalen Bedeutung lassen im Tanz erkennen, wie Bewegungsmuster und Lebensstrategien überhaupt sind:
Schreite ich mutig vorwärts?
Schaffe ich es mal innezuhalten?
Wie gehe ich mit Rückschritten um?
Und vor allem lehrt das Tanzen, dass alles in stetiger Verbindung und Veränderung ist. Die Energie des Lebens ist ein Fluss, der sich tanzend zwischen den Polaritäten bewegt und alle, die sich ihm anvertrauen, zu größerer Bewusstheit führt.
Gemeinsames Tanzen im Kreis lässt die Realität des Verbundenseins entstehen – als ein essentieller Aspekt des Weiblichen die Sehnsucht der Frauen. Deswegen sind Frauenkreise nicht nur in der Vergangenheit Orte, wo Frauen ihre weibliche Batterie wieder aufladen und dadurch ihren Platz in der Welt selbstbewusster einnehmen können.
Kreise, in denen das Individuelle wie das Gemeinschaftliche Platz und Würdigung finden, sind in unserer von Krisen und Existenzängsten geschüttelten Zeit eine wertvolle Unterstützung, neue, auf Miteinander basierende Formen des Zusammenlebens auf dieser Erde zu entwickeln.
Unterrichtsinhalte:
Kreistanz
• Traditionelle und choreographierte Kreistänze
• Europäische Frauentänze (Roma, Balkan, Griechenland)
• Jahreskreisfeste
Auch hier wird die Arbeit unterstützt durch:
• Übungen zur Körperwahrnehmung, Körperhaltung und Präsenz.
• Entspannung und Meditation
• Freies Tanzen
• Vermittlung der historischen, kulturellen und spirituellen Hintergründe der Tänze
Kreistanz
Der Jahreskreis bietet faszinierenden Erfahrungsraum für die Kontaktaufnahme mit den feinstofflichen lebenschaffenden Kräften um uns herum: mit Erde, Sonne und Mond, mit den Elementen, mit den Wesenheiten von Pflanzen und Tieren, mit den Mitmenschen und den Ahnen. mehr


